Die Welt
Rekord-Hochwasser in Osteuropa erreicht Rumänien

Voraussichtlich 150 Millionen Mark Schaden

Donnerstag, 13. April 2000


Budapest/Bukarest - Die Hochwasserwelle auf Donau und Theiß zieht von Ungarn und West-Rumänien weiter ostwärts. Nachdem die Jahrhundertflut dort am Mittwoch ihren Höhepunkt erreichte, erwarten jetzt auch die Städte am rumänischen Unterlauf der Donau historische Höchststände. Auch in Jugoslawien wappnen sich die Behörden gegen die Wassermassen. Die Theiß hatte in der Nacht zum Mittwoch den historischen Höchststand von 9,28 Metern, 35 Zentimeter höher als je zuvor.

Bis auf wenige Ausnahmen hätten alle Dämme entlang der Flüsse gehalten, erklärten die ungarischen Behörden. Über 12 000 Soldaten und Freiwillige hatten in den letzten Tagen die Anlagen verteidigt. Besonders problematisch war die Lage am Zusammenfluss von Bodrog und Theiß. 400 Menschen wurden dort in Sicherheit gebracht. Einige Dörfer standen komplett unter Wasser, die Bewohner verkehrten in Booten. Mehrere Häuser stürzten ein.

Für die kommenden beiden Tage rechnen die rumänischen Behörden mit einer Durchflussmenge von 14 000 Kubikmetern in der Sekunde, fast das Doppelte des Normalwerts von 7900 Kubikmetern. Erste Schätzungen gehen von Hochwasserschäden in Höhe von 150 Millionen Mark aus.



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